Jiying Xu

«Lasst die Teeblüten der Gesundheit der Menschheit dienen, während China sich der Welt öffnet.»

Zhonglinluyuan (Beijing) Tea Flowers Research Center (Forschungszentrum für Teeblüten Peking)


 

Xu Jiying ist Direktorin des Zhonglinluyuan-Forschungszentrums für Teeblüten in Peking. Sie widmete über 20 Jahre dem Studium der Verwendung von Teeblüten, wodurch sie diesen früher unbeachteten Teil des Teebaums zu einem bedeutenden Schatz für die Menschheit machte. Unentgeltlich entwickelte und führte sie Schulungen für 10.000 Teeanbauer und -bäuerinnen aus ganz China durch.

 

Im Winter 1949 blühten verschiedene Sorten von schönen Teeblüten in den bergig gelegenen Teegärten der Anhui-Provinz, China. Damals starb ein Kind aus der Xu-Familie, die seit Generationen dort Tee angebaut hatte. Der traurige Vater ging spazieren, von Nachbarn begleitet. Der größte blühende Teebaum erregte ihre Aufmerksamkeit. Als sie näher kamen, fanden sie dort einen weiblichen Säugling mit zerrissenen Kleidern bedeckt, der fast tot war. Sie betrachteten dieses Mädchen als der Xu-Familie von Gott gesandten Engel, um sie für ihren Verlust zu entschädigen. Das Mädchen wuchs in diesem Teegarten auf und war seitdem noch nie von Tee getrennt.
Der Name des Mädchens war Xu Jiying. Sie ist bekannt als eine Person, die verrückt nach Tee ist und der erste Mensch ist, der sich mit Erforschung und Entwicklung der Teeblüten befasst. Ihr Ziel war es, sie bei Erwachsenen beliebt und nützlich zu machen. Xu verwirklichte schließlich ihren Kindheitstraum, als sie bei der Anhui Landwirtschaftlichen Universität zum Studium in der Teeabteilung zugelassen wurde. Sie lernte bei Fachkräften und Professoren bzw. Professorinnen und nahm alles in sich auf. Im Zhonglinluyuan-Forschungszentrum für Teeblüten in Peking ist sie verantwortlich für die Entwicklung der Teetechnologie. Nach ihrer täglichen Arbeit verbringt sie ihre ganze Freizeit mit dem Studium der Teeblüten. Während der letzen 20 Jahre hat sie über 26 Millionen Yen in ihre Teebaumblüten-Forschungsarbeit investiert, der sie sich vollkommen hingibt. Viele nennen sie eine "workaholic", Verrückte oder Teeliebhaberin. Sie macht sich aber nichts daraus.

 

Tee hatte seinen Ursprung in China und China ist ein Hauptproduzent von Tee gewesen. Es gibt Teegärten in 19 Provinzen und Städten auf einer Gesamtfläche von 18,75 Millionen Morgen, 80 Millionen Teeanbauern und -bäuerinnen und circa 50 Millionen Menschen im Teeverkauf. Insgesamt arbeitet 10 Prozent der chinesischen Bevölkerung in der industriellen Teeproduktion.

 

Ostasien | China
Kapitel: Wirtschaftliche Rechte und Lebensunterhalt