Sheikha Lulwa Al-Khalifa

«Jetzt, da ich in meinen 70ern bin, hält mich der Dienst an Frauen und Kindern fit und voller Energie. Das ist mein Geheimrezept.»

The Mother and Child’s Welfare Society (MCWS) (Mutter und Kind Wohlfahrtgesellschaft)
The Hope Institute for Handicapped Children (Hoffnungsinstitut für Behinderte Kinder)
Information Center for Women and Children (Informationszentrum für Frauen und Kinder)

 

Sheikha Lulwa Al-Khalifa (geboren 1928) hat seit ihrer Jugend mit vollem Eifer ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten ausgeweitet. Die Organisationen, die sie mitgründete, unterstützen unterprivilegierte Familien und behinderte Kinder. Sie unterweisen benachteiligte Frauen in nützlichen Fähigkeiten, so dass diese ökonomisch produktiv und selbstständig werden können. Mit einigen Frauen aus Bahrain regte sie 1960 The Mother and Child’s Welfare Society (MCWS) an. Dies markierte den Beginn ihrer organisierten ehrenamtlichen Arbeit in Gemeinden Bahrains und angrenzenden Regionen.

 

In den 1940er und 1950er Jahren war Bahrain eine männlich dominierte und konservative Gesellschaft. Sheikha Lulwa Al-Khalifa erinnert sich: "Die Rolle von verheirateten Frauen wurde in den engen Grenzen von Kindergebären und -aufziehen und dem Versorgen des Haushalts gesehen. Sie sollten nicht an öffentlichen sozialen und ökonomischen Aktivitäten teilnehmen." Für Sheikha Lulwa engten diese kulturellen Restriktionen die Entwicklung der Frauen sowie ihren wirtschaftlichen und sozialen Status sehr ein. Zudem hatten die Erzählungen ihrer Mutter über die wohltätigen Aktivitäten ägyptischer Frauen in den 1940er Jahren einen ungeheuren Einfluss auf ihre Motivation. "Wenn Frauen in Ägypten öffentlich für das edle Anliegen der Hilfe für weniger privilegierte Frauen und Kinder eintreten können, können wir das in Bahrain auch", hob sie hervor.
So begann Sheikha Lulwa, für die soziokulturelle Entwicklung von Frauen und Kindern in Bahrain zu arbeiten. In den 1950er Jahren startete sie eine Krankenhaus-Kampagne, um neue Mütter zu Hause zu besuchen. In dieser Phase ihres Lebens sah sie die schrecklichen ökonomischen Bedingungen dieser entrechteten Frauen und Kinder mit eigenen Augen. Nach einem Jahrzehnt informeller Wohltätigkeitsarbeit entschied sie, gemeinsam mit anderen Bahrainerinnen 1960 The Mother and Child’s Welfare Society (MCWS) zu gründen. Sie wusste von Anfang an, dass sie sowohl Frauen als auch Männer von der Notwendigkeit eines Wandels überzeugen musste, wenn sie Frieden und Sicherheit für diese an den Rand gedrängten und unterprivilegierten Mitglieder der Gesellschaft erreichen wollte. Seither haben Tausende Frauen und Kinder von MCWS profitiert. Nach einem Jahrzehnt hingebungsvoller Wohltätigkeitsarbeit und intensiven Engagements für Menschen in Not bekam die Öffentlichkeit den Nutzen der persönlichen Opfer zu spüren, die Lulwa zu ihren Diensten gebracht hatte.

 

Für Sheikha Lulwa schränkten kulturelle Restriktionen die Entwicklung von Frauen sowie ihren wirtschaftlichen und sozialen Status sehr ein. Dies motivierte sie, sich für die soziokulturelle Entwicklung von Frauen und Kindern in Bahrain zu engagieren.

 

Zentralasien und der Mittlere Osten | Bahrain
Kapitel: Justiz