Marie Bapu Bidibundu

«Landfrauen werden nun respektiert und angehört. Sie eifern den Männern nach und schulen sie in ihrem ländlichen Handlungsraum.»

Promotion de la Femme Rurale (PROFER) (Förderung der Landfrauen)

 

Marie Bapu Bidibundu aus der Dem. Republik Kongo arbeitet für PROFER, eine NGO zur Förderung und Verteidigung der soziokulturellen und ökonomischen Rechte der Landfrauen. Seit 1978 steigert sie durch ihre Schriften das Bewusstsein, um die Gewissen zu wecken. Sie arbeitet unter rauen Bedingungen, um Ausbildung ohne Diskriminierung zu gewährleisten: zu Gesundheit, Alphabetisierung, Zugang zu Ressourcen und zum Lernen lokaler Sprachen. So wurden der Status der Menschen und ihre Arbeitsbedingungen verbessert sowie ihre Fähigkeit, ihre Rechte gegen politische und polizeiliche Schikanen zu verteidigen.

 

Marie Bapu Bidibundu ist Juristin, Aktivistin für Menschenrechte, Friedensvermittlerin und Mitglied im Parlament. Marie stellt sicher, dass Frauen und Mädchen im Gesundheitsbereich und in der Landwirtschafts-
produktion ausgebildet werden, zur Bekämpfung von Hunger und Armut. Sie steht Frauen zur Seite, damit sie sich gegen Gewalt artikulieren und repressive Bräuche, die den Frieden in ihren Familien und der Gesellschaft behindern, bekämpfen können. Landfrauen werden nun respektiert und angehört. Sie eifern den Männern nach und schulen sie auch in ihrem ländlichen Handlungsraum. Sie verteidigen ihre Rechte, verhindern Rache und lösen aufkommende Konflikte in ihrem Bereich auf friedliche Art. Frauen wurden überdies dazu ermutigt, im Verlauf des Friedensprozesses an den politischen Verhandlungen teilzunehmen, die auf die Beendigung des Krieges zielten. Diese Bemühungen waren und sind darauf gerichtet, die kriegerischen Faktionen des Landes wieder zu vereinigen und zu versöhnen, um letztendlich Wahlen zu organisieren.
Marie Bapu Bidibundu nahm auch am Inner-Kongolesischen Dialog teil - Verhandlungen, die darauf gerichtet sind, Frieden in die Demokratische Republik Kongo zu bringen. Sie mobilisierte Menschen zu friedlichen Verhandlungen bei der Vertreibung des Kasaivolkes aus der Shaba-Region während der 1990er Jahre Krise. Dies entschärfte Hass und Rache unter den Menschen.
Ihre Arbeit wird von anderen Frauen nachgeahmt, die sich nun an der Forschung nach Frieden und Wohlergehen beteiligen und Gleichheit sowie andere grundlegende Menschenrechte an Männer und Frauen vermitteln.

 

Die Demokratische Republik Kongo wird von der Auseinandersetzung zwischen Bürgermilizen und Kriegsherren geprägt, die eine Friedensvereinbarung unterzeichnet haben, die sie nur schwer umsetzen können. Die Bodenschätze des Landes sind Ursache für die regionale Krise.

 

Afrika | Demokratische Republik Kongo
Kapitel: Wirtschaftliche Rechte und Lebensunterhalt