zur Homepage zur Homepage
   
     
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 
 

Xuan Wang

«Die bakteriologische Kriegssführung der japanischen Armee war nicht nur ein Verbrechen gegen das chinesische Volk, sondern es war ein Kriegsverbrechen gegen die Menschheit. »

1995 trat Wang Xuan der Untersuchungskommission über die bakteriologische Kriegsführung Japans bei. Nach einem sieben Jahre dauernden Prozess gab das japanische Gericht zum ersten Mal zu, dass Japan während seiner Invasion Chinas im Zweiten Weltkrieg bakteriologische Waffen gegen das chinesische Volk eingesetzt hatte. Mit ihrer Mission wahrt Wang Xuan die Würde der Opfer, von Menschenleben und den Stolz der chinesischen Nation.

 

Wang Xuan, 1952 in Schanghai geboren, erhielt 1987 den Master von der Shubo-Universität in Japan. Im August 1995 änderte ein Zeitungsbericht über die bakteriologische Kriegsführung Japans ihr Leben. Wang wurde Teamleiterin und allgemeine Vertreterin der Klägergemeinschaft gegen bakteriologische Kriegsführung. Sie gab ihre gut bezahlte Arbeit und ihren Plan, Mutter zu werden, auf.
Es war eine Privatklage ohne finanzielle Unterstützung. Die meisten Kläger/-innen waren älter als 70. Die Gemeinschaft musste Untersuchungen anstellen, Beweise sammeln und komplexe Rechtsangelegenheiten ebenso wie die absichtliche und organisierte Verheimlichung und Beseitigung der Beweise durch die japanische Regierung während und nach dem Krieg bewältigen. Wang reiste für die Untersuchung oft zwischen China und Japan hin und her. Trotz großer Schwierigkeiten beim Sammeln der Beweise konnte sie einige Soldaten der Einheit 731 zu Zeugenaussagen vor Gericht einladen. In China suchte sie über 10 Provinzstädte auf und interviewte Tausende von Opfern und Zeugen bzw. Zeuginnen. Ausstellungen, Konferenzen und Vorträge wurden überall in der Welt gehalten, um die Kriegsverbrechen der Einheit 731 bekannt zu machen und von der internationalen Gemeinschaft Unterstützung zu erbitten. Die Kläger/-innen brachten 430 Beweise und präsentierten 46 Menschen vor Gericht: 24 Kläger/-innen, vier Soldaten der Einheit 731 und 18 Wissenschaftler/-innen und Experten/-innen. Am 27. August 2002 bestätigte das Distrikt-Gericht Tokio die bakteriologischen Kriegsverbrechen der japanischen Armee in China, wies aber die Forderung nach Entschuldigung und Entschädigung zurück. Wang sagt, die chinesischen Opfer würden ihre Klage so lange aufrechthalten, bis die japanische Regierung diese Forderungen erfüllt. Die zweite Klage wird 2005 entschieden.
Wang Xuan ist überzeugt, dass die Leidensgeschichte respektiert werden muss und die Menschenwürde unantastbar ist.

 

Die japanische Armee führte während der Besetzung Chinas im Zweiten Weltkrieg bakteriologische Experimente an Menschen durch. Die Einheit 731 war für diese Experimente berüchtigt. Die japanische Regierung hat bisher weder sich entschuldigt noch die Opfer entschädigt.

 

Ostasien | China
Kapitel: Versöhnung und Wiederaufbau