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María Luisa Navarro Garrido

«Ich bewunderte den Mut der Frauen und meine Liebe zur Natur wuchs. Ich entdeckte meine Fähigkeit, mit Situationen umzugehen, und widmete mein Leben dem Kampf der Menschen. »

Sisters of the Sacred Heart (Schwestern des Heiligen Herzens)
Community Center for Popular Promotion (Gemeinschaftszentrum zur Förderung des Volkes)

 

Geboren wurde sie in einem Haus voller Frauen, mit Zuwendung im Überfluss. Ihre Mutter schrieb Geschichten für eine Lokalzeitung und ihr Vater illustrierte sie. María Luisa Navarro Garrido wusste, dass Leid existierte, lernte es aber in ihrer Kindheit nicht kennen. Seit ihrem 20. Lebensjahr ist sie Nonne. Sie setzt sich für öffentliche Bildung in den problematischsten Dörfern Venezuelas ein. Ihre zwei Leidenschaften: fromm sein und aus dem Herzen leben.


 

"Ich bin eine Frau, die zwei Geburten erlebt hat: Ich wurde geboren und wiedergeboren", erklärt María Luisa Navarro Garrido. Die erste Geburt 1942 in Madrid, Spanien, war die Entscheidung ihrer Eltern. Die zweite Geburt war das Ergebnis ihrer persönlichen Entscheidung, bei dem venezolanischen Volk zu leben. "Meine spanischen Wurzeln waren mit venezolanischem Saft durchzogen. Ich empfand daher große Zuneigung für diese multikulturelle Gesellschaft und eine besondere Liebe für die Menschen von Bolivar und für die von Don Quixote." Das Leben in einem Handwerkerhaus sensibilisierte sie für die Dinge des täglichen Lebens: "Ich liebte vor allem Pflanzen. Ich pflegte sie, gab ihnen Wasser und sprach mit ihnen. Später entdeckte ich, dass ich ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein hatte, das viele Entscheidungen in meinem Leben beeinflusste."
Nach ihrer Ausbildung an der Schule des Heiligen Herzens in Madrid entschied sie sich für die zwei wichtigsten Projekte ihres Lebens: Nonne sein und aus dem Herzen leben. Sie wusste vom harten Leben des südspanischen Bauernvolks. "Ich bewunderte den Mut der Frauen und meine Liebe zur Natur wuchs. Ich entdeckte meine Fähigkeit, mit Situationen umzugehen, und widmete mein Leben dem Kampf der Menschen.”
1974 kam María Luisa Navarro Garrido auf die Halbinsel Paría im Osten Venezuelas. Sie war damals 30 Jahre alt. Seither kämpft sie für soziale Anliegen, sucht Privilegien vor allem für die, die von der Gesellschaft am meisten benachteiligt werden. Sie engagiert sich auch für die Gleichberechtigung der Frauen. "Meine Erfolge sind gemeinsame Erfolge. Sie gehören nicht mir, sondern den Gruppen, mit denen ich arbeite. In Paría entdeckte ich immer mehr über die venezolanischen Frauen und bewunderte ihren Widerstandsgeist und ihren Mut. Die Ungerechtigkeit und Ungleichheit, die sie erleiden mussten, schmerzten mich. Die Benachteiligung der Armen schmerzt mich heute."

 

In den 1970er Jahren waren die Gemeinden im Staat Sucre in Venezuela von großer Armut und schlechter Versorgung im Bildungs- und Gesundheitswesen geprägt. Diese Region ist traditionell vom Wohlstand, der durch die Ölindustrie geschaffen wurde, ausgeschlossen worden.

 

Lateinamerika und die Karibik | Venezuela
Kapitel: Bildung