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Elisa Gahapon del Puerto      

«Ich bin zwar kinderlos, habe aber 40.000 Kinder. Die Kinder in Basilan leiden am meisten unter diesem sinnlosen Krieg und sie brauchen alle Liebe und Hilfe, die wir ihnen geben können. »

Christian Children’s Fund (CCF) (Christlicher Kinderfonds)

 

Elisa Gahapon del Puerto (geboren 1957), Sozialarbeiterin, arbeitet seit zwei Jahrzehnten für Frieden und die Heilung der Kriegswunden in der Provinz Basilan. Ihre Bemühungen führten zu einem kontinuierlichen Dialog zwischen Krieg führenden Rebellenverbänden wie Moro Nationale Befreiungsfront (MNLF), Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) und der Abu-Sayyaf-Gruppe. Im Auftrag der Prälatur von Isabela, Basilan, und dem Christian Children's Fund (CCF) setzt sie Programme und Dienste für die dringenden Bedürfnisse der Bevölkerung um, wie Gesundheitsfürsorge, Wasserversorgung, Unterbringung, Alphabetisierung, Umweltschutz und Friedensengagement.

 

Eines frühen Morgens im Jahr 2001 fuhr Elisa mit ihrem Fahrer nach Maluso, einem Ort 30 km von Isabela, der Hauptstadt Basilans, entfernt. Unterwegs sah sie eine Gestalt am Straßenrand liegen. Sie bat ihren Fahrer anzuhalten und sie hoben den Mann auf und brachten ihn in ein Krankenhaus, wo man feststellte, dass er bei der Ankunft durch zu hohen Blutverlust bereits gestorben war. Später erfuhr Elisa, dass gleich hinter den Büschen, wo sie angehalten hatten, um den Verletzten aufzuheben, einige der Männer saßen, die zuvor ein Fahrzeug des öffentlichen Personenverkehrs aus dem Hinterhalt überfallen und vier Menschen geköpft und verstümmelt hatten. Als sie einen dieser Männer später traf, sagte er ihr, dass sie sie mühelos hätten als Geisel nehmen können, dass sie es aber nicht getan hätten, weil "Sie so viel für unsere Kinder getan haben."
Die Insel-Provinz Basilan in den Südphilippinen ist seit langem in einen Kreislauf von Krieg und Gewalt verstrickt, allerdings wurde das Gebiet erst durch die gefürchtete Lösegeld-Kidnapper-Gruppe Abu Sayyaf (Träger des Schwertes) in der Welt berüchtigt. Elisa erinnert sich an ihre Kindheit in Basilan, als die muslimische und die christliche Bevölkerung harmonisch zusammenlebte. "Wenige Monate bevor 1972 das Kriegsrecht erklärt wurde, nahmen Frieden und Ordnung ab", erinnert sie sich. Als Werkstudentin bei der Prälatur von Basilan empfand sie die Notwendigkeit, ihrerseits etwas für die Heilung dieses verletzten Landes zu tun. "Wer kann Basilan besser dienen als die Basilaner und Basilanerinnen selbst?", fragt sie und fügt hinzu: "Die Kinder in Basilan leiden am meisten unter diesem sinnlosen Krieg und sie brauchen alle Liebe und Hilfe, die wir ihnen geben können."

 

In der Provinz Basilan, einer Insel der Südphilippinen, sind Kinder leichte Beute für Kidnapper und Geiselnehmer. Sie leiden außerdem unter den Auswirkungen der Armut, die aus diesen Unruhen erwachsen. Das Programm des Christlichen Kinderfonds in Basilan fördert das Wohlergehen der Kinder unter Anwendung eines ganzheitlichen Ansatzes.

 

Südostasien | Philippinen
Kapitel: Versöhnung und Wiederaufbau