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Bui Thi Dung

«Es ist äußerst deprimierend in ein fremdes Land verschleppt zu werden. Sogar wenn du zurück in dein Heimatland fliehst, bist du immer noch deprimiert. Ich hasse Menschen, die Frauen verschleppen. »

3T Group of Hop Thanh commune (3T Gruppe der Hop Than Kommune)

 

Bui Thi Dung (geb. 1959) wurde 1991 nach China verschleppt, flüchtete aber 1992 in die Heimat zurück. Sie leitet die Gruppe der "Rückkehrerinnen", 3T Gruppe genannt (= freiwillig, zuversichtlich und selbstsicher), - 1997 als Projekt des Instituts für Jugendstudien und dem Forschungszentrum für Gender und Entwicklung gegründet, um Verschleppungsopfer in die Gesellschaft zu integrieren. Dung und ihre Gruppe ignorierten die Missachtung vieler und liehen sich Geld, um ein Geschäft zu gründen. Nun geht es ihnen gut und sie helfen den Behörden, junge Mädchen über die Fallen der Schlepperbanden aufzuklären.

 

Bui Thi Dung dient den Mitgliedern der 3T Gruppe Hop Thanh Kommune im Cao Loc Distrikt, Lang Son Provinz, als glänzendes Beispiel für die Möglichkeit, dass benachteiligte Frauen in die Gesellschaft zurückkehren und ein gutes Einkommen verdienen können. Obwohl sie zur Prostitution nach China verkauft worden war und mit leeren Händen in Unehre zurückkehrte, gelang es Dung, einer kleinen tapferen Frau, die sich nicht in ihr Schicksal ergeben wollte, der Armut zu entkommen und anderen in der gleichen Lage zu helfen, ihr Glück und ihre Selbstachtung wiederzuerlangen.
Es war sehr schwer für sie, nach Vietnam heimzukehren, wo sie von der Verwandtschaft und der Gesellschaft verachtet wurde, weil sie eine Prostituierte gewesen ist. Ihrem Ehemann und den Kindern zuliebe, denen sie tief verbunden ist, hat sie hartnäckig weitergearbeitet. Sie trat einer von der Hanoi Universität organisierten Gruppe von Rückkehrerinnen bei, in der es ihr gelang, sich und anderen früheren Prostituierten bei der Überwindung ihrer Probleme und bei ihrer Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu helfen. Durch den gegenseitigen Austausch von Erfahrungen mit den Tricks der Schlepper und den Fallen, die sie ihren Opfern stellen, bewirkten die Frauen eine Veränderung der negativen Haltung der Gesellschaft gegenüber früheren Prostituierten.
Bui Thi Dung ermutigte andere Frauen ihrer Gruppe, sich Geld zu leihen und eine geschäftliche Existenz zu gründen. Mit einem Kredit von einer Million Dong kaufte sie ein paar Mastschweine. Nachdem sie die ersten zwei verkauft hatte, kaufte sie weitere Schweine, bis das Geschäft wuchs. Dung und ihre Familie sind jetzt gut situiert. Als fleißige, liebevolle und verantwortungsvolle Frau möchte Bui Thi Dung eine bessere Welt für alle schaffen, ganz besonders für Frauen in ihrer Situation, die, wie sie sagt, mehr Mitgefühl und Beistand der Gesellschaft verdienen.


 

Um verschleppten Frauen im Vietnam der Nachkriegszeit dabei zu helfen, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern, gründete das Vietnam Institut für Jugendstudien zusammen mit dem Forschungszentrum für Gender und Entwicklung die Gruppen der Rückkehrerinnen. Diese Gruppen versuchen, die negative Haltung gegenüber früheren Prostituierten zu verändern.

 

Südostasien | Vietnam
Kapitel: Wirtschaftliche Rechte und Lebensunterhalt